Hitzesommer mit langanhaltenden Wärmeperioden sind längst keine Ausnahme mehr. Wie in den vergangenen Wochen zu spüren war, können sich Räume ohne ausreichenden Sonnen- und Hitzeschutz auch bei uns in Sailauf erheblich aufheizen. Davon dürften auch Räume unserer Grundschule mit Mittagsbetreuung sowie unserer beiden Hauskindergärten und Kinderkrippen betroffen sein. Hitze stellt bekanntermaßen ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar, insbesondere für Kinder. Zwar können Schulleiterinnen und Schulleiter im eigenen Ermessen hitzefrei geben, das löst das Problem jedoch nur bedingt, denn Eltern sind berufstätig und auf eine verlässliche Betreuung angewiesen, sowohl in der Schule als auch im Kindergarten oder in der Krippe.
Auch die Kommunale Unfallversicherung Bayern (KUVB) weist auf Werte hin, ab denen Raumtemperaturen gesundheitlich bedenklich werden. Das beginnt bereits ab 26 °C und wird ab 30 °C beziehungsweise 35 °C so kritisch, dass ein Raum nicht mehr genutzt werden sollte. Gleichzeitig lässt der hohe UV Index häufig keinen unkomplizierten Ausweich ins Freie zu, wo durch die pralle Sonne ohnehin kaum eine spürbare Abkühlung entsteht.
Angesichts des Klimawandels ist zudem davon auszugehen, dass wir gerade in Bayern, wo die Sommerferien vergleichsweise spät beginnen, künftig noch häufiger mit solchen Hitzeperioden während der Betreuungszeit rechnen müssen. Dieser Sommer war kein Einzelfall, sondern ein Vorgeschmack auf das, was uns in den kommenden Jahren erwartet.
Uns ist bewusst, dass eine vollständige Klimatisierung der gesamten Schule und aller Kindertageseinrichtungen mit erheblichen Kosten verbunden wäre. Da davon auszugehen ist, dass ein Teil der Kinder bei extremer Hitze auch zuhause betreut werden kann, halten wir das zudem nicht für notwendig. Sinnvoller erscheint uns ein Konzept mit einzelnen, klar definierten Hitzeschutzräumen je Einrichtung, die mit kleineren Split Klimageräten ausgestattet werden, bei denen jeweils nur eine Außeneinheit pro Raum benötigt wird. Eine solche Lösung ist möglicherweise günstiger als der Betrieb einer zentralen Anlage für mehrere Räume und lässt sich zudem flexibel an den tatsächlichen Bedarf anpassen. Als zusätzlichen Nutzen können entsprechende Geräte im Winter auch heizen und damit im Fall eines Ausfalls der bestehenden Öl oder Gasheizung als Notheizung dienen.
Daher beantragt die SPD Fraktion, die Verwaltung zu beauftragen:
Den vollständigen Antrag im Wortlaut können Sie hier als PDF herunterladen:
Antrag auf Prüfung von Hitzeschutzräumen in Schule, Kindergärten und Krippen (PDF, 294 kB)